Resozialisierung Versöhnung Kolumbien - Hoffnungsträger

Hoffnungshaus Leonberg

FRIEDEN
FÜR
KOLUM
BIEN.

Hoffnungshaus Leonberg

FRIEDEN
FÜR
KOLUM
BIEN.

Opfer, Täter und Gesellschaft zusammenbringen, um gemeinsam einen Weg zu finden, durch den die Folgen einer Straftat gemindert werden und der Frieden wiederhergestellt wird – das ist das Vorhaben, das Hoffnungsträger in Kolumbien gemeinsam mit der lokalen Organisation Confraternidad Carcelaria de Colombia (CCC) umsetzt. Dazu gehören Programme wie „Opfer und Täter im Gespräch“ und die „Dörfer der Versöhnung“.

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Andere Wege gehen

Gratis-Buch:
Christoph Zehendner
über Hoffnungsträger

„Jeder verdient eine zweite Chance” heißt der Titel des Buches von Christoph Zehendner, in dem über einige Facetten der Arbeit von Seehaus e.V., der Hoffnungsträger Stiftung und der kolumbianischen Partnerorganisation Prison Fellowship Kolumbien berichtet wird. Es ist voll mit Geschichten von Versöhnung, Würde und neuer Hoffnung. Der Autor porträtiert beeindruckende Persönlichkeiten und stellt ergreifende Lebensschicksale vor.

Wie junge Menschen im Seehaus, in kolumbianischen Gefängnissen und anderswo in der Welt von hoffnungslosen Fällen“ zu Hoffnungsträgern werden, wie die Welt ein Stück besser werden kann, wenn Menschen in anderen „das Gute“ sehen und wie Geflüchtete in Hoffnungshäusern eine neue Lebensperspektive finden – all das erzählt Christoph Zehendner auf lebendige, ansteckende und mutmachende Weise.

Zum Buch gibt es eine Hintergrundseite zu jedem Kapitel mit zusätzlichen Fotos, Filmen und Informationen. Klicken Sie einfach auf den Button unten, um mehr zu erfahren.

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Dörfer der Versöhnung

DIE SITUATION IM LAND.

Wie bringt man Frieden in ein Land, in dem über 50 Jahre lang ein bewaffneter Bürgerkrieg geherrscht hat? In Kolumbien lieferten sich bis vor Kurzem Regierungsparteien, paramilitärische Gruppen und die selbstgegründete Widerstandsgruppierungen FARC und ELN, sogenannte Guerilla-Kämpfer, einen blutigen Konflikt, der tausenden Menschen in der Zivilbevölkerung das Leben kostete.

Am 22. Juni 2016 kommt dann endlich der lang ersehnte Friedensvertrag und damit der zumindest offizielle Waffenstillstand. Seitdem: Wiederaufbau. Versuche werden unternommen, das Geschehene durch Frieden und Versöhnung zu überwinden, um gemeinsam eine neue Zukunft zu schaffen. Noch immer kommt es zu vereinzelten Konflikten, teils bewaffnet. Hoffnungsträger setzt sich konkret für die Versöhnungsarbeit im Land ein.

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Hoffnungs stimmen.

Hoffnungs
stimmen.

Hoffnungsträger Patenkind Patenschaft Tobias Merckle

Hoffnungsträger-Stifter Tobias Merckle zu Besuch bei der Familie eines (Ex-)Gefangenen in Kolumbien. Mehr lesen

Der Kolumbien-Konflikt hat zwei Seiten. Journalistin Julia Weiß trifft direkte Beteiligte des bewaffneten Konflikts: Jorge, nun ehemaliges FARC-Mitglied, der sich als kaum Volljähriger der größten Guerilla-Bewegung angeschlossen hat, und Mariana, die als direkte Betroffene vier wichtige Menschen in ihrem Leben verloren hat. Mehr lesen

Mitarbeiter von CCC treffen Maria

Hoffnungsträger-Mitarbeiterin Leonie Löwenstein Bezerra ist nach Kolumbien gereist, um Menschen zu treffen, die durch die Versöhnungsprogramme begleitet werden. Zurückgekehrt ist sie mit berührenden Eindrücken und jeder Menge hoffnungsvollen Geschichten dieser Menschen. Mehr lesen

Auch Kinder sind von direkten Folgen des Krieges betroffen: Wo Väter im Gefängnis oder ohne Perspektiven sind, bleiben Familien zurück, denen es an Geld, Lebensmitteln und Chancen mangelt. Eine Hoffnungsträger Patenschaft ändert das. Mehr lesen

Gabriela schaut in die Ferne

Gabriela aus Medellín ist heute 32 Jahre alt. Die Haft des Vaters hat ihre Familie tief erschüttert. Dass sie nicht daran zerbrochen ist, verdankt sie einer Patenschaft, die ihr Leben verändert hat. Mehr dazu

Dörfer der Versöhnung

DÖRFER DER VERSÖHNUNG.

Eine Brücke kann mehr als nur ein Symbol sein – vor allem, wenn sie von Menschen errichtet wird, die eigentlich Feinde sind. Bei den „Dörfern der Versöhnung" geht es um genau das: Verfeindete Widerstandskämpfer und Zivilisten des ehemaligen Bürgerkriegs begegnen sich beim Wiederaufbau der durch den Krieg zerstörten Infrastruktur. Sie bauen und renovieren Hand in Hand: zerstörte Schulen, Häuser, Sportplätze. Es folgen geführte Gesprächsrunden, die Opfer und Täter einander näherbringen und es ihnen ermöglichen, sich auszusöhnen.

Es ist eine langfristige Aufgabe und Herausforderung, die ehemaligen Mitglieder der diversen Parteien wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Häufig hat man die Rebellen schon als Kinder für die Guerilla rekrutiert. Sie haben oft selbst Leid erfahren, bevor sie andere schädigten. In den geleiteten Gesprächen kann die Vergangenheit aufgearbeitet werden und ein Versöhnungsprozess beginnen. Der gemeinsame Aufbau von Strukturen und Dörfern macht außerdem auch die Vision einer gemeinsamen Zukunft nach außen hin sichtbar.

Sycamore Tree Kolumbien

Opfer und Täter im Gespräch.

„Opfer und Täter im Gespräch" ist ein acht- bis zwölf-wöchiges Programm, das im Gefängnis angeboten wird. Dabei werden Opfer mit Tätergruppen zusammengebracht. Ein Mediator leitet das Gespräch. Die Auswirkungen von Kriminalität, der Schaden, der dadurch entsteht, sowie Möglichkeiten, wie dieser wieder gutgemacht werden kann, werden thematisiert.

Seit 2015 findet „Opfer und Täter im Gespräch" in Gefängnissen in fünf Regionen Kolumbiens statt: Pereira, Tunja, Bogotá, Montería und Barranquilla. Etliche Opfer und Täter haben bislang teilgenommen – mit positiven Veränderungen auf beiden Seiten. In den Gefängnissen gab es seitdem deutlich weniger Gewalt und Aufruhr.